REF Info 2011_01

Ausflug zur NEG nach Niebüll

Am 23.07.2011 unternahmen einige aktive Rendsburger Eisenbahnfreunde einen gemeinsamen Ausflug zur Norddeutschen Eisenbahngesellschaft Niebüll (NEG), die die Strecke Niebüll-Dagebüll betreibt. Dort fand an mehreren Wochenenden zwischen dem 16. und dem 30.07.2011 „Plandampf” statt:

Die Lokomotive 78 468 des Vereines „Eisenbahn-Tradition e. V.” aus Lengerich bespannt zwischen dem 16. und dem 30.07.2011 verschiedene Planzüge der NEG zwischen Niebüll und Dagebüll-Mole. Dieses Spektakel wollten sich 12 Mitglieder der Rendsburger Eisenbahnfreunde nicht entgehen lassen. Mit der Nord-Ostsee-Bahn ging es von Hamburg-Altona nach Niebüll. Mehrere Mitglieder stiegen während der Fahrt zu. Gemeinsam bestieg man dann den Dampfzug nach Dagebüll-Mole. Es stürmte und regnete heftig. Einige sprachen sogar von einem richtigen „Kuhsturm”, wobei die Einheimischen wohl eher von einem lauen Lüftchen berichtet hätten.

Nachdem wir uns das Wassernehmen und das Umsetzen der 78er angeschaut hatten, stärkten wir und im nahegelegenen Strandhotel mit einem zünftigen Mittagessen. Und siehe da: Als wir mit dem Mittagessen fertig waren und die 78 468 wieder in Dagebüll-Mole erschien, war der Regen vorüber und sogar die Sonne kam etwas heraus.

Mit dem letzten Dampfzug, der dieses Jahr schon um 15 Uhr Dagebüll-Mole verließ, ging es dann zurück nach Niebüll, wo wir den Tag in der Bahnhofsgaststätte gemütlich ausklingen ließen.

 

78 468 beim Restaurieren
Bei Wind und Wetter traf man sich auf der Mole
Während sich die Dampflok im Vordergrund in dichten Dampfschwaden hüllt, sicht im Hintergrund die Fähre in rauhe See
Rangierarbeiten auf der Mole
Nordfriesische Idylle
Der interessierte Vereinsnachwuchs erobert derweil den Führerstand
Nach dem Mittagessen klarte es spürbar auf

 

REF Info 2010_14

Vergleich REF – DB AG

Nachdem Ende April der Abtransport einiger Lokomotiven aufgrund noch vieler ungeklärter Besitz- und Eigentumsverhältnisse per einstweiliger Verfügung gestoppt wurde, gab das Landgericht Kiel den Parteien auf, sich über die noch offenen Fragen zu einigen. Dies mündete in einem von beiden Seiten am 09.09.2010 unterzeichneten Vergleich, der den Ausgleich gegenseitiger Forderungen und die Eigentumsfragen noch in Neumünster verbliebener Fahrzeuge regelt.

Inzwischen wurden noch ausstehende Beträge beglichen und im Vereinseigentum befindliche Teile bereits abtransportierter Fahrzeuge zurückgegeben. Der Abholung der übrigen DB-eigenen Fahrzeuge steht nun nichts mehr entgegen und wird für die kommenden Wochen erwartet.

Unterdessen bemüht sich der Vorstand weiterhin darum, den Auftrag der Mitgliederversammlung umzusetzen und den angestammten Vereinssitz in Neumünster zu erhalten. Der Verein wird sich dann wieder auf seine satzungsgemäße Bestimmung konzentrieren können. Im Vordergrund soll die vereinseigene Lokomotive 042 271-7 stehen.

Eike Snoyek
2. Vorsitzender

Mitgliederversammlung 06/2010

Außerordentliche REF-Mitgliederversammlung beschließt Fortsetzung der Vereinsaktivitäten

Für den 23. Juni hatte der Vereinsvorstand eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, auf der die aktuelle Situation des Vereins ausführlich beraten wurde. Danach haben sich die anwesenden Vereinsmitglieder einstimmig dafür ausgesprochen, nichts unversucht zu lassen, die Vereinsaktivitäten fortzusetzen. Durch einen Versammlungsbeschluss wurde der Vereinsvorstand beauftragt, hierzu die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Als neuer Vereinsvorsitzender wurde der bereits vom Landgericht Kiel als „Notvorsitzende” bestellte Peter Tadsen durch die Mitgliederversammlung bestätigt.

Thomas Boldt, Schriftführer

REF Info 2010_13

Abtransport 2. Versuch – DB Museum schickt erneut Räumkommando

Am Abend des 29. Juni traf mit der E40 128 und der V200 116 des DB Museums erneut ein Räumkommando in Neumünster ein, um Fahrzeuge abzutransportieren, welche die REF zuvor in Freizeitarbeit museal aufgearbeitet hatten. Dabei wurden an den Lokomotiven nun einige technische Vorkehrungen getroffen, die bei dem ersten Versuch des Abtransportes unterlassen worden waren.

Ein Treibzapfen der 50 3694-2, wie auch die der anderen Dampflokomotiven mit demontierten Treibstangen, muss mit einem Holzkäfig umwickelt werden, um die Kuppelstangen vor dem Abgleiten zu sichern.
Mitarbeiter des 2. Räumkommandos nehmen die beim ersten Abtransportversuch unterlassenen Sicherungsmaßnahmen vor.

 

REF Info 2010_12

Ratsversammlung vom 18.05.2010 lehnt Antrag ab

Am 18.05.2010 tagte die Ratsversammlung der Stadt Neumünster. Unter den Tagesordnungspunkten 10.4 und 11.4 wurde über Anträge und Anfragen der Rathausfraktion Linksbündnis e.V. bezüglich des Lokschuppens gesprochen (siehe Ratsinformationssystem der Stadt Neumünster).

Die örtliche Presse berichtete tags darauf über die Beschlüsse der Ratsversammlung zum Thema. Auch die Fraktion „Linksbündnis e.V.” gab eine Presseerklärung heraus. Alle Texte sind untenstehend ungekürzt und kommentarlos nachzulesen.

Artikel aus „Holsteinischer Courier“ vom 18.05.2010
Artikel aus „Kieler Nachrichten“ vom 19.05.2010
Presseerklärung „Linksbündnis e.V.“ vom 19.05.2010

REF Info 2010_11

Wir trauern um Horst Möhrke

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod unseres langjährigen Vereinsmitglieds und Lokführerkollegen Horst Möhrke erfahren. Seit Wiederinbetriebnahme der 042 271-7 im Herbst 1989 wirkte Horst Möhrke engagiert und vorbildhaft in unserem Verein mit. Die Dampflokomotive, auf der er als Berufseisenbahner von 1956 bis 1972 Dienst verrichtet hatte, bedeutete für ihn etwas ganz Besonderes.

Sein Herz hing aber nicht nur an der Maschine, sondern ebenso an dem Beruf des Lokomotivführers. Für die jüngeren Berufskollegen in unserem Verein war Horst Möhrke stets ein großes Vorbild. In freundschaftlich-väterlichen Weise hat er seine ausgeprägten Fachkenntnissen auf dem Gebiet der Dampflokomotive an die ihm nachfolgende Lokführer-Generation weitergegeben. Am 2. Mai hat Horst seine Augen für immer geschlossen. Wir verlieren mit ihm einen unvergesslich guten Freund. Unser Mitgefühl gilt seiner lieben Ehefrau Elke, mit der er 56 Jahre lang Freud und Leid kameradschaftlich geteilt hat. Ehre seinem Andenken!

Der Vorstand
Rendsburger Eisenbahnfreunde e.V.

REF Info 2010_10

Einstweilige Verfügung stoppt Abtransport einiger Fahrzeuge!

Am späten Abend des 28.04. hat das Amtsgericht Neumünster eine Einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Bahn AG erlassen und damit zunächst den Abtransport der Fahrzeuge 50 3694-2, 082 008-4, 094 692-1 und 323 525-6 gestoppt. Da der verantwortliche Örtliche Betriebsleiter des DB Museums nicht befugt gewesen sei diese Verfügung zur Kenntnis entgegenzunehmen, konnte das Dokument dem Zugpersonal des Lokzuges erst kurz vor der geplanten Abfahrt über den Fahrdienstleiter ausgehändigt werden. Die genannten Fahrzeuge mussten daraufhin aus dem Zugverband ausrangiert werden und wurden vor dem Schienentor des Bw Neumünster abgestellt.

Die DB lässt die Fahrzeuge nun rund um die Uhr von Sicherheitskräften bewachen. Obwohl in der gerichtlichen Verfügung die Besitzansprüche der REF an den Fahrzeugen erklärt worden sind, wird den Mitgliedern unseres Vereins ohne erkennbare Rechtsgrundlage der Zugang verweigert und das Fotografieren verboten. Der Einsatz der DB Sicherheitskräfte dürfte inzwischen eine stattliche Summe kosten. Doch weit mehr, als die Sinnlosigkeit derartiger Ausgaben gibt uns dieses Vorgehen der DB gegen einen Verein, in dem sich zahlreiche ihrer eigenen Mitarbeiter/innen seit Jahren ehrenamtlich engagieren, sehr zu denken.

Eike Snoyek
2. Vorsitzender
komm. Vorsitzender
Rendsburger Eisenbahnfreunde e.V.

 

Die vor dem Schienentor abgestellten Loks werden rund um die Uhr durch DB Sicherheitspersonal bewacht. (Foto: Ziehm)

REF Info 2010_09

DB verschafft sich Zugang

Ein Bilderbogen vom heutigen Tag …

Mit starkem Sicherheitsaufgebot eines von der DB engagierten Subunternehmers wird das Gelände bewacht und von Beobachtern ferngehalten.
Da aufgrund nicht abgesprochener Termine zur Untersuchung der Drehscheibe kein Fachpersonal gestellt werden konnte, blieb ein technischer Defekt verborgen. Räumungspersonal der DB vermutet diesen offensichtlich ein einem Verteilerkasten …
zu dem sich gewaltsam Zugang verschafft wurde.
In der Kürze der Zeit konnte noch längst nicht alles Eigentum der REF entfernt werden. So blieb der Speisewagen, in dem Hab und Gut der Eisenbahnfreunde liegt, verschlossen.
Aber das interessierte wenig.
Schließlich wurde auch das Schienentor aufgebrochen.

 

REF Info 2010_08

Es geht auch um Menschen!

Die von der Deutschen Bahn AG geplante Zwangsräumung des Bw Neumünster hat eine breite Diskussion um die dort unterstellten Fahrzeuge, sowie die noch erhaltenen Anlagen wie Lokschuppen, Drehscheibe und Werkstatteinrichtungen entfacht. Die Menschen, welche diese Werte in jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit und mit großem eigenem finanziellen Einsatz geschaffen haben, werden dabei hingegen völlig ausgeblendet. Kaum jemand würdigt die uneigennützig erbrachten Leistungen dieser Männer und Frauen, und vertritt deren Interessen. Dabei hätten wir genau das von den bisherigen Nutznießern des ehrenamtlich aufgebauten und betriebenen Museums, nämlich der Deutsche Bahn AG und der Stadt Neumünster, erwartet.

Von der DB, weil zahlreiche DB-Mitarbeiter zu den aktiven Vereinsmitgliedern zählen, die mit selbem Engagement, wie an ihrem Arbeitsplatz auf den Lokomotiven, Zügen und Stationen durch ihr Ehrenamt nicht zuletzt auch die Verbundenheit mit ihrem Unternehmen zum Ausdruck gebracht haben wollten. Und von der Stadt Neumünster, weil sie über Jahre hinweg ohne jegliche Zuwendungen für den Verein den Lokschuppen samt Inventar für unzählige gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen großzügig in Anspruch nahm. Weil der Oberbürgermeister bei der Diskussion um einen möglichen Erhalt des Lokschuppens durch die Stadt die Ratsversammlung nicht formal beteiligt hat, werden die Ratsfraktionen des Linksbündnisses und der Grünen, welche ihrerseits gemeinsam mit unserem Verein ein Konzept zum Fortbestand des Museums ohne finanzielle Belastungen für die Stadt Neumünster erarbeitet haben, ihre kommunalpolitischen Aktivitäten deutlich verstärken. „Das Thema Lokschuppen ist für uns noch nicht beendet!” ließ Jörn Seib vom Linksbündnis Neumünster den Repräsentanten der etablierten Parteien SPD, CDU und FDP wissen. Derweil hat unser Vereinsmitglied Johannes Poets mit der Erstellung einer Fernseh-Dokumentation um die Vorgänge um den Verein und das Bw Neumünster begonnen. Im Mittelpunkt dieser Produktion sollen die Hintergründe für das Vorgehen von Stadt und Bahn gegen die Menschen in unserem Verein stehen.

Volker Siewke

Johannes Poets wird eine Fernseh-Dokumentation über die geplante Zwangsräumung des Bw Neumünster erstellen. (Foto: REF)
Soll ihre in 28 Jahren geleistete ehrenamtliche Arbeit endgültig zunichte gemacht werden? Stolz präsentieren einige unserer aktiven Vereinsmitglieder im April 2007 die von ihnen sorgfältig restaurierte 82 008. Nach dem Willen der Deutschen Bahn AG werden sie künftig jeglicher Möglichkeiten, sich für die Bewahrung historischer Lokomotiven zu engagieren, beraubt sein. (Foto: REF)

 

REF Info 2010_07

Verbleib ungewiss – weitere Suche nach Lösungsansätzen

Trotz der Ungewissheit, ob der Verein an seinem seit über 20 Jahre angestammten Sitz verbleiben kann, ist der Vorstand rege bemüht, eine Lösung zu finden. Dabei wird er tatkräftig vom Linksbündnis e.V. Neumünster und dem Bündnis 90/Die Grünen unterstützt, die sich für einen Erhalt des Lokschuppens samt Inventar und damit einem Stück Geschichte der Eisenbahnerstadt Neumünster einsetzen. In gemeinsamen Gesprächen wird derzeit ein Konzept entwickelt, welches der Stadt ermöglichen soll, das Museum trotz Haushaltskonsolidierung kostenneutral zu übernehmen. Aufgrund seiner komfortablen Finanzlage sieht der Verein darin eine gute Möglichkeit, seine langjähriges Engagement, auch im kulturellen und sozialen Bereich, in Neumünster fortzusetzen. Parallel werden weitere Alternativen geprüft.

Eike Snoyek
2. Vorsitzender
Rendsburger Eisenbahnfreunde e.V.

Historische Eisenbahn im ehemaligen Betriebswerk Neumünster.